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In der von Ray Bradbury 1953 geschriebenen Anti-Utopie „Fahrenheit 451“ geht es um einen Feuerwehrmann namens Montag, der in nicht all zu entfernter Zeit Bücher verbrennt anstatt Feuer zu löschen. ... Sein eigentliches Hauptwerk „The Martian Chronicles“ (Die Mars-Chroniken, 1950) und auch „Fahrenheit 451“ zeugen von seiner schriftstellerischen Ausrichtung auf das Genre der Science-fiction, die allerdings einen Schwerpunkt auf die Beschreibung „einer zum Untergang verurteilen Welt“ (1) legt. ...
An den Beispielen der Bücherverbrennung, der Atombombe und des mechanischen Hundes wird offensichtlich, dass „Fahrenheit 451“ zumindest teilweise eine Reaktion auf die Vorkommnisse des Dritten Reiches und des Zweiten Weltkrieges ist. ... McNelly spricht außerdem davon, dass „Fahrenheit 451“ „die Geschichte von Bradbury, verkleidet als Feuerwehrmann Montag, und von seiner lebenslangen Liebesaffäre mit Büchern“ (17) sei. ...
Dieser Roman ist der, welcher mir von den drei großen Romanen der gesellschaftskritischen Science-fiction, neben Fahrenheit 451 nämlich George Orwells „1984“ (1949) und Aldous Huxleys „Schöne neue Welt“ (1932), am besten gefallen hat, obwohl er der wahrscheinlich unbekannteste ist, und zwar weil er den größten Realitätsbezug und das größte Maß an Realismus hat. ...
Dem gegenüber erscheint meiner Meinung nach in „Fahrenheit 451“ im Großen und Ganzen alles realistisch: Dass Bücherverbrennungen und Atombombenabwürfe möglich sind, wissen wir ebenso wie wir wissen, dass Süchte und Medienwahn heut zu Tage an der Tagesordnung sind. ...
Zugegebenermaßen gefällt mir „Fahrenheit 451“ aber auch aufgrund seiner bildhaften Sprache, die in „1984“ und „Schöne neue Welt“ einer kalten Sprache, in „Schöne neue Welt“ auch einer Wissenschaftssprache, Platz macht, und aufgrund seiner zumindest im letzten Teil fast in Kriminalromanstil gehaltenen Fluchtschilderung Guy Montags. ... Wer mich aber nach einer Empfehlung für ein spannendes, gut geschriebenes und dazu noch sehr interessantes Buch fragt, der wird von mir sicherlich die Antwort hören: „Fahrenheit 451“ von Ray Bradbury. ... Verweis in : Klaus Bahners, Gerd Eversberg, Reiner Poppe: Königs Erläuterungen und Materialien: Aldous Huxley: Schöne neue Welt (Brave New World) / Ray Bradbury: Fahrenheit 451, 1983 C.
Approximate Word count = 2463 Approximate Pages = 9.9 (250 words per page double spaced)
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